Reisebericht vom 25.02.2018

Sonntag (Adivara) – Saritag

Nach dem Frühstück durften wir Frauen uns in Schale werfen (lassen) – von Kempu, ihren Töchtern und einigen Mädels der 10. Klasse. Auch die Männer hatten ihre festliche Kurta angezogen und sahen damit indischer aus, als die Inder, welche meist westliche Kleidung trugen.

Bunt wie die Paradiesvögel zogen wir dann zum Gottesdienst.

Für die unter euch, die noch NIE einen indischen Gottesdienst erlebt haben, hier die Highlights in Kurzform:

  1. Lobpreis zum Aufwärmen
  2. Vorpredigt
  3. Lobpreis für Fortgeschrittene
  4. Kurze Gebetszeit
  5. Anspiel des Teams
  6. Predigt von Pastor Christian
  7. Kurze Gebetszeit
  8. Hauptpredigt von Pastor Babu
  9. Kurze Gebetszeit
  10. Geburtstagsständchen für Bruder Daniel (mit Kuchenfütterung, Minitischfeuerwerk, „Hoch soll er leben“ und Segnung)
  11. Anschließend: Hochzeitszeremonie mit Blumenwerfen, nervösem Brautpaar und vielen Bildern von weisen Menschen bei indischer Hochzeit
  12. Längere Gebetszeit
  13. Kollekte in Polonaisenform

Völlig überraschend endete der Gottesdienst fast pünktlich um 14:05 Uhr.

Als Bonbon für alle gab es außerdem ein besonderes Mittagessen für die Kinder, Gottesdienstbesucher und Hochzeitsgäste (Fleisch, Früchte, Eis) im Schatten der Kirche.

Schokoladenfondue à la India

Als wir danach wieder in unserem Zuhause ankamen, warteten bereits die Bewohner des „Home of Hope“ auf uns und wir begrüßten alle 45 Leute mit einem Handschlag, aßen schnell zu Mittag und verbrachten dann den Nachmittag mit Spielen, Gesprächen und Spaß.

Das Highlight dabei war ein Schokoladenfondue. Für alle Inder eine Prämiere. Dabei standen die Kinder bewaffnet mit einem Zahnstocher in einer langen Reihe und strahlten. Auch ohne Worte konnten wir an ihren Gesichtern ablesen, wie glücklich sie in diesem Moment waren.

Bei der Abreise der „Home of Hope“ – Family staunten wir nicht schlecht, wie gut sich 45 Menschen in 2 Motorrikschas unterbringen lassen. Normalerweise passen in diese Gefährte außer dem Fahrer nur 3 Gäste. Glücklich winkend sahen wir sie davonfahren.

Da wir noch so viel Schokolade übrig hatten, konnten auch die Kinder des Waisenhauses in den Genuss des Schokofondues kommen. Während die Mädchen sich zuerst in einer Reihe aufstellten, beschäftigte sich Pastor Babu höchstpersönlich mit den Jungs, um ihnen die Zeit zu vertreiben.

Es hat uns sehr berührt, dass er selbst das Obst aufgespießt und den Kindern ausgeteilt hat.

Der Rest des Nachmittags verstrich wie im Flug.

Nach einem üppigen Abendessen (es gab scharfes Hühnerbein) machten wir uns auf den Weg in die Kirche. Dort warteten die Kinder schon auf uns und unser neues Programm. Durch den dicht gefüllten Tag, fiel die Vorbereitung aus. Wir spielten live und ohne Panne die Geschichte von Elia und der Witwe von Zarepta.

Die Wahrheit für die Kinderherzen heute lautete: „GOD TAKES CARE OF ME“ – Gott versorgt mich.

Bei unseren Liedern dürfen wir feststellen, dass das Lied: „Gott ist stärker als Superman“ der Favorit ist und die Kinder es eigentlich alleine singen könnten, in voller Begeisterung und Inbrunst.

Ein schöner Tag geht zu Ende. Morgen me(e)hr….