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So ein Schultag, der ist lustig….

Am vergangenen Montag hatten wir als Team die Chance, die Schule ganz aktiv mitzubegleiten und eine Unterrichtseinheit mit den jungen Menschen der 6. und 8. Klasse zu gestalten. Auf dem Plan stand für die Sechtklässler „Kunst – kreatives Gestalten“ und für die Älteren (es war eine Mischung aus der 8. und 9. Klasse und auch ein paar jüngere Kinder haben sich durch Lehrerausfall zu uns gesellt) gab es „Englisch“. Birgit, unser erzgebirgisches Unikat, hat dafür in der Jenaplanschule darum gebeten, dass die Schüler der dortigen 8. Klasse Briefe nach Indien schreiben, in denen sie sich und ihre Schule vorstellen. Wie ihr euch sicher denken könnt, waren die Augen der Schüler riesengroß, als sie Post von einem anderen Eckchen der Welt bekamen. Ein leises Gekicher und aufgeregtes Raunen ging durch die Reihen. Die jungen Leute dieser Klasse(n) ließen sich so gut auf unsere Vorschläge ein und das Resultat der Stunde sind gestochen schöne Briefe (die meisten Kinder haben eine so tolle Handschrift!). Uns hat es wirklich Spaß gemacht, trotz der manchmal etwas holprigen Englischverständigung, diese Stunde zu gestalten.

Natürlich war das besonders durch den traumhaften Lehrerschlüssel möglich, der sich durch die Anwesenheit von Sagar und Julie und David und der Klassenlehrerin ergab und es den Kindern erleichterte, uns zu verstehen.

Auch im Nachbarzimmer ging es heiß her. Es gab verschiedene Bastel- und Baueinheiten und es wurde dabei so deutlich, wie gut es den Kindern tut, wenn sie die Möglichkeit haben, sich in ihrer Kreativität zu entfalten. So malten und klebten, bastelten und bauten sie, unter Anleitung des deutschen Teams. Besonders für die indischen erwachsenen Beobachter war diese Stunde besonders. David verkündete am Ende des Tages, dass Sagar gern zweimal in der Woche eine solche Stunde abhalten möchte. Gemeinsam motivierten wir die Schulleiter Julie und Sagar dann, kleinschrittig anzufangen. Es ist wichtiger, regelmäßig eine solche Zeit zu haben,als übermäßig oft. Darum ist es auch schon so gut, einmal im Monat, bzw. aller drei Wochen eine solche Kreativzeit anbieten.

Für uns ist es eine Bereicherung gewesen, zu sehen, wie gut es den Beobachtern tat, neue Impulse gesetzt zu bekommen. Welch ein Privileg es doch ist, hier in Indien zu sein und füreinander ermutigend und liebevoll da zu sein.

Franzi

Thank you sister!

In Deutschland haben wir in zahlreichen Kindergärten und Schulen für die Kinder in Indien Sachspenden gesammtelt. Viele, viele Radiergummis, Stifte, Plüschtiere, Spielsachen sind hierbei zusammen gekommen. Mein Auto war bis unters Dach mit Sachspenden gefüllt. Alle Spenden verpackten wir in 11 verschiedene Koffer, sodass jeder von uns zwei Koffer hatte. Unsere Kinder in Deutschland waren so stolz für die die gleichaltrigen Kinder in Indien Spielsachen gesammelt zu haben. Wir waren es auch und so zogen wir nach Indien mit schwerem Gepäck.

Am Sonntag Nachmittag brauchten wir schon die ersten Sachspenden. Ins Kinderheim ist unsere Gruppe von Home of Hope gekommen, 48 Menschen, viele Kinder waren dabei, was war es für eine Freude den ganzen Nachmittag zusammen mit den Kindern zu verbringen, einige erkannten wir sofort wieder, als der Abschied kam, konnten wir von den vielen Sachspenden 48 Beutel packen und übergeben.

Für die Männer hatten wir noch Hemden dabei. Sie strahlten über das ganze Gesicht. Sie wohnen in einem Dorf, haben es ganz schwer, denn alle haben Aids. Sie leben zusammen in einem Haus, dürfen das Haus auch nicht verlassen und waren so dankbar das wir uns extra Zeit genommen hatten.

Unsere Kinder im Kinderheim spürten so langsam das der Abschied naht, wir packten von den Sachspenden 250 Beutel. Wir hatten für unsere Schule extra noch für 300 Kinder Stifte, Radier- gummis, Hefte,was war das für eine Freude, dass alles gereicht hatte dank der vielen Sachspenden. Der Abend naht, alles wurde aufgebaut. Wir kauften für jedes Kind Zahnbürsten, Zahnpasta, Kokosoel und Seifen…

Wir stellten alles in eine Reihe, 200 Plüschtiere hatten wir in große Säcke gestopft, was war das für eine Freude zu sehen, wie glücklich sie waren, als sie die Plüschtiere sahen. Sie kuschelten und kuschelten, denn wir sind in einem Kinderheim, sonst kuschelt niemand mit den Kindern. Wir waren alle so glücklich, jedes Kind hat was bekommen. Jetzt standen die Kinderheim-Helfer an, jeder wollte auch unbedingt ein Kuscheltier, 30 Hemden hatten wir noch dabei gehabt, jeder hat etwas bekommen, in der Reihe stand auch ein Fahrer mit einer Größe XXL. Oh da gab es echte Spannung am Hemd, es fehlte auf jeder Seite 3cm, für diesen jungen Mann war es kein Problem, er freute sich trotzdem.

Für die Männer hatten wir noch Hemden dabei. Sie strahlten über das ganze Gesicht. Sie wohnen in einem Dorf, haben es ganz schwer, denn alle haben Aids. Sie leben zusammen in einem Haus, dürfen das Haus auch nicht verlassen und waren so dankbar das wir uns extra Zeit genommen hatten.

Unsere Kinder im Kinderheim spürten so langsam das der Abschied naht, wir packten von den Sachspenden 250 Beutel. Wir hatten für unsere Schule extra noch für 300 Kinder Stifte, Radier- gummis, Hefte,was war das für eine Freude, dass alles gereicht hatte dank der vielen Sachspenden. Der Abend naht, alles wurde aufgebaut. Wir kauften für jedes Kind Zahnbürsten, Zahnpasta, Kokosoel und Seifen…

Wir stellten alles in eine Reihe, 200 Plüschtiere hatten wir in große Säcke gestopft, was war das für eine Freude zu sehen, wie glücklich sie waren, als sie die Plüschtiere sahen. Sie kuschelten und kuschelten, denn wir sind in einem Kinderheim, sonst kuschelt niemand mit den Kindern. Wir waren alle so glücklich, jedes Kind hat was bekommen. Jetzt standen die Kinderheim-Helfer an, jeder wollte auch unbedingt ein Kuscheltier, 30 Hemden hatten wir noch dabei gehabt, jeder hat etwas bekommen, in der Reihe stand auch ein Fahrer mit einer Größe XXL. Oh da gab es echte Spannung am Hemd, es fehlte auf jeder Seite 3cm, für diesen jungen Mann war es kein Problem, er freute sich trotzdem.

Vielen, vielen, vielen Dank an alle Spender

 

Yacobu und Yesobu

Wie sehr habe ich mich gefreut, als ich bei unserer Ankunft im OFH zwei mir noch aus dem letzten Jahr sehr vertraute Gesichter gesehen habe. Manche würden vielleicht sagen, es handelt sich um ein Gesicht, denn Yacobu und Yesobu sind eineiige Zwillinge und äußerlich nur durch wenige Merkmale zu unterscheiden – jedoch charakterlich sehr verschieden. Denn wie bei Jakob und Esau in der Bibel, hält sich Yacobu eher im Hintergrund auf und Yesobu, als der ältere, ist offener und wilder. Doch beide lieben es, uns auf unseren Ausflügen zu begleiten und uns zu „dienen“. Egal, ob es darum ging, uns das Essen auszuteilen, Wasser zum Hände waschen zu reichen, unsere Koffer zu schleppen usw., die Jungs waren immer sofort zur Stelle.

Was einem anfangs noch sehr unangenehm war (vor allem wenn man sah, wie recht zierlichen Jungs 23kg-Koffer auf die Schultern gelegt wurden, obwohl die doch Rollen hatten…), lernte man recht schnell zu akzeptieren, als man verstand, dass es für sie eine große Ehre war, unsere Taschen zu tragen und uns zu unterstützen, wo es nur ging. Das ist für sie eine Möglichkeit ihre Dankbarkeit auszudrücken. Und manchmal, wenn wir so als Grupper Weißer unterwegs waren und einige der großen Jungs uns begleiteten und uns vor neugierigen und manchmal ungenierten Landleuten zu schützen, wurde einem bewusste, dass sie uns im Ernstfall mit ihrem eigenen Leben beschützt hätten. Diese Einsatzbereitschaft beeindruckte mich sehr. Außerdem erstaunte es mich immer wieder, wie man sich ohne gemeinsame Sprache so gut verstehen kann. Denn ihr Englisch ging selten über „Hello, sister. How are you? I´m fine.“ hinaus. Ganz zu schweigen von meinem Telegu… Trotzdem reichte oft ein Blick, ein Fingerzeig oder ein Lächeln und man wusste was der andere einem sagen möchte. Das faszinierte mich immer wieder.

Als wir uns am letzten Tag in Matchillipatnam uns noch einmal mit den Schülern der 10. Klasse zusammengesetzt haben und über ihre Zukunft gesprochen haben, waren auch Yacobu und Yesobu mit dabei. Sie erzählten, dass sie gern Polizist und Geschäftsmann bzw. Zahnarzt werden möchten. Ob diese Wünsche Wirklichkeit werden können, wird sich zeigen. Normalerweise gehen die Kinder des OFH nach der 10. Klasse in ihre Dörfer zurück oder bekommen von ihrer Verwandtschaft Unterstützung, um auf das College zu gehen. Yacobus und Yesobus Mutter starb, als sie noch ganz klein waren und ihr Vater, ein einfacher Feldarbeiter, konnte sich nicht um sie kümmern und vertraute sie Pastor Babu an. Da er sich immer noch keine Ausbildung für seine Kinder leisten kann, fragte er erneut den Pastor, ob nicht die Möglichkeit besteht, dass sie weiterhin im OFH leben und zum College gehen könnten, wenn sie im Gegenzug mitarbeiten und helfen, wo es benötigt wird. Ob es so kommen wird? Ich weiß es nicht, wir sind schließlich in Indien… Ich würde mich sehr freuen und ich bete dafür. Aber ich bin mir ganz sicher, dass Gott sich auch weiterhin um diese Kinder kümmern wird.

Rahel

Das Einzige, was die Armut beseitigen kann, ist miteinander zu teilen

Wenn ich an den Sonntag denke, kommen mir jetzt noch die Tränen.

Ich hörte eine Stimme ,,Sister, Sister bitte komm schnell“, ich lief so schnell wie möglich zu der Stimme die mich rief,da standen sie da – die Witwen aus der Gemeinde von Paster Babu, wie traurig und abgemagert sie aussahen. Sofort musste ich an unsere Witwen in Deutschland denken, abgesichert und krankenversichert, fast alle haben sie eine Familie, aber nicht in Indien, sie werden von ihren Familien verstoßen. Jede Witwe ist auf sich allein gestellt, sie betteln von früh bist in den Abend um ein wenig Geld fürs Essen zu bekommen. Manche haben aus Palmenzweige ein Häuschen gebaut.

Dank einiger Spendern haben wir 650 Euro zusammen bekommen. Wir kauften Saris und Decken. Die Witwen standen alle in einer Reihe, extra hatten wir noch wunderschöne Seifen aus Deutschland mitgebracht, denn jede Frau war auch was ganz besonderes. Wir rechneten noch alles zusammen und stellten fest das wir noch 5kg Reis für jede Witwe kaufen konnten, was war das für eine Freude, als wir auch den Reis übergaben, uns sind allen die Tränen gekommen, denn jetzt hatten sie für 20 Tage genug Essen und mussten nicht betteln.

Zum Schluss haben wir die Witwen noch gesegnet und voller Freude haben wir uns von allen verabschiedet.

Ein Morgen in Machilipatnam

Ich weiß nicht genau, ob es die leichte Wärme ist, die mich geweckt hat oder nur das Fehlen des monotonen Summen unseres Deckenventilator, weil der Strom, wie in jeder Nacht für einige Stunden aus gegangen ist. Aber plötzlich höre ich Kinderstimmen. Es ist noch dämmrig. Im Halbschlaf schaue ich auf mein Handy – 5.20 Uhr. So langsam versuchen meine Gedanken zu sortieren, was meine Ohren schon längere Zeit hören. In der Ferne kräht ein Hahn, Grillen zirpen und unter unserem Fenster füllt sich der Waschplatz der Kinder. Wasser wird geschöpft. So wie ich es auch tue, denn duschen mit kaltem Wasser ist nicht so leicht. Nur langsam kann ich es über Arme, Beine und dann den ganzen Körper gießen. Ich kann mir die Situation unten gut vorstellen. Kann die Kinderstimmen verschiedenen Altersgruppen zuordnen.

Zwei größere Mädchen schöpfen Wasser aus dem Eimer und helfen den kleinen beim Waschen. Gesprächsfetzen mischen sich mit dem lauten Klopfen vom Wäsche waschen. Ein kleines Mädchen kichert zwei andere stimmen mit ein, ein Husten, Füsse trappeln, ein Kommen und Gehen. Ich schließe meine Augen und kann sie vor mir sehen. Wasser wird geschöpft. Es werden mehr Stimmen. Die Gespräche geraten durcheinander. Plötzlich kommt der Strom zurück, der Ventilator nimmt wieder Fahrt auf. Ich spüre einen ersten angenehmen, kühlen Luftzug. Die Stimmen werden für mich leiser. In der Ferne kräht immer noch ein Hahn. So beginnt wieder ein Tag im Waisenhaus in Machilipatnam.

Jacqueline

Spielzeit – Herzenszeit

Kurz bevor es 16 Uhr ist, strömen die ersten Kinder auf den Hof und die Spannung steigt. Wir als Team haben 2 Stunden Zeit, um kreative, sportliche und gemeinsame Qualitätszeit mit den Kids zu haben. Welch ein Segen!

Man muss sich vorstellen, sobald wir die „Spielfläche“ betreten, strömen viele begeisterte, freudenstrahlende und sehnsüchtige Kinder auf uns zu und wir dürfen miteinander spielen (ob nun Fußball oder Volleyball, Rucki-Zucki oder einfach Ballwerfen). Die Kinder flechten Armbänder (und verschenken diese manchmal an uns – oh wie wunderschön!) und malen mit Buntstiften, falten Papierfiguren und springen beim Gummitwist (aber niemand möchte an den Seiten stehen, ALLE wollen springen!).

Es ist so krass zu sehen, wenn 25 Kinder in einer Schlange stehen (oder zu stehen versuchen, da sie eigentlich alle nicht anstehen wollen) und versuchen ENDLICH ihren heißgeliebten Knopf angenäht oder ein Band zum Flechten zu bekommen. Jedes Kind versucht die Dringlichkeit seines Anliegens in besonderer Weise hervorzuheben (es ist ein wuseliges Durcheinander): „Sister, Sister, Sister, me, please, help, Sister, please“. Geräuschpegel steigend.

Die Kinder lachen zu sehen, gemeinsam herum zu albern, zu tanzen, zu singen, liebevoll zu sein, zu streicheln, die Augen der zufriedenen und glücklichen Kinder zu sehen, es ist so wunderbar.

In diesen Augen wird Gott in seiner ganzen Herrlichkeit sichtbar und viele der Kinder repräsentieren durch ihre Blicke Gottes Liebe zu uns Menschen.