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Saisoneröffnung Freibad Bad Blankenburg

 

Auch wenn die Temperaturen noch sehr gemischt sind ist seit Samstag das Blankenburger Freibad wieder geöffnet. Auch zur diesjährigen Saisoneröffnung gab es zur traditionellen Eröffnung ein buntes Programm – mit dabei, das Indienprojekt mit eigenem Stand, welcher zum Entdecken und Informieren einlud.

 

Frauenfrühstück

Am Wochenende konnten wie unser Projekt beim diesjährigen Frauenfrühstück in der Stadthalle in Bad Blankenburg präsentieren.

 

Herzlich Willkommen!

Heute besuchten wir eine Gemeinde in K. V. – einem Dorf ca 15 Km von Machilipatnam entfernt. Durch diesen aufregenden Verkehr brauchten wir trotzdem eine anderthalb Stunde- durch Dörfer und über Felder. Wir wurden wie immer sehr herzlich empfangen mit Musik und strahlenden Gesichtern. Es war sehr heiß aber die Gemeinde hatte ein Zelt für alle aufgestellt! Diesmal waren die Mikros auch nicht übersteuert, was sehr angenehm war – das viel gleich dem ganzen Team auf. Die Geschichte dieser christlichen Gemeinde ist sehr bewegend, sie verloren ihr Versammlungsgebäude durch eine Brandstiftung radikaler Hindus. 

Mehrere Menschen verloren damals vor 2 oder 3 Jahren Ihr Obdach. Es ist beeindrucken was die Christen hier für Ihren Glauben aufgeben und ertragen! Wir lernen so viel von Ihnen! Nach einer kurzen Zeremonie wurden wir gebeten den Grundstein zu legen für ein neues Kirchgebäude, wir beteten für die Menschen dort und segneten den Ort. Man kann sich kaum Vorstellen was es für die Menschen dort bedeutet besucht zu werden. Nach dem Essen wurden wir durch das Dorf geführt und die Leute drängten uns in Ihre Wohnungen, irgendwann war das Team schnell in kleineren Grüppchen aufgesplittet und besuchte die Wohnungen der Leute. Sie waren mehr als gastfreundlich und offen, mit Stolz präsentierten sie Ihr wenig Hab und Gut. Manche Menschen leben in Lehmhütten , Manche in kleinen Steinhäusern mit 2-3 Räumen.

Es war total bewegend und wir kämpften förmlich mit unseren Emotionen. Sie brachten uns die Kranken und wir beteten für Sie! Es war wie -Lukas 10- im Neuen Testament. Jeder aus dem Team hatte am Abend seine eigene Geschichte zu verarbeiten. Es fühlte sich für mich persönlich sehr familiär an, wir sind Geschwister im Herrn und ich durfte heute erleben wie man trotz seiner Kulturunterschiede auf dem selben Weg gehen Hand in Hand. Sehr beeindruckend!

Ein Morgen in Machilipatnam

Ich weiß nicht genau, ob es die leichte Wärme ist, die mich geweckt hat oder nur das Fehlen des monotonen Summen unseres Deckenventilator, weil der Strom, wie in jeder Nacht für einige Stunden aus gegangen ist. Aber plötzlich höre ich Kinderstimmen. Es ist noch dämmrig. Im Halbschlaf schaue ich auf mein Handy – 5.20 Uhr. So langsam versuchen meine Gedanken zu sortieren, was meine Ohren schon längere Zeit hören. In der Ferne kräht ein Hahn, Grillen zirpen und unter unserem Fenster füllt sich der Waschplatz der Kinder. Wasser wird geschöpft. So wie ich es auch tue, denn duschen mit kaltem Wasser ist nicht so leicht. Nur langsam kann ich es über Arme, Beine und dann den ganzen Körper gießen. Ich kann mir die Situation unten gut vorstellen. Kann die Kinderstimmen verschiedenen Altersgruppen zuordnen.

Zwei größere Mädchen schöpfen Wasser aus dem Eimer und helfen den kleinen beim Waschen. Gesprächsfetzen mischen sich mit dem lauten Klopfen vom Wäsche waschen. Ein kleines Mädchen kichert zwei andere stimmen mit ein, ein Husten, Füsse trappeln, ein Kommen und Gehen. Ich schließe meine Augen und kann sie vor mir sehen. Wasser wird geschöpft. Es werden mehr Stimmen. Die Gespräche geraten durcheinander. Plötzlich kommt der Strom zurück, der Ventilator nimmt wieder Fahrt auf. Ich spüre einen ersten angenehmen, kühlen Luftzug. Die Stimmen werden für mich leiser. In der Ferne kräht immer noch ein Hahn. So beginnt wieder ein Tag im Waisenhaus in Machilipatnam.

Jacqueline

Wertschätzung durch Anwesenheit

 

Was für eine abenteuerliche Fahrt in das Dorf Rajalalanka, welches eigentlich auf einer Insel im Fluss liegt. Weil das Flussbett aber gerade ausgetrocknet ist, fuhren wir mit unserem Kleinbus auf dem sandigen und sehr holprigen Grund. Es bedurfte eines Mofafahrers der quasi auf Spurensuche ging um ein Festfahren zu vermeiden. Wie sich manch Erzgebirger gerade durch den Schnee kämpft, so ging es uns hier mit dem Sand. Dieses Mal wichen uns die Kühe aus und wir gelangten durchgeschüttelt, jedoch wohl behalten, in einem kleinen abgelegenen Dorf an. In dieser Einöde glichen die farbenfroh gekleideten Frauen und Kinder wertvollen Perlen und Edelsteinen. Sie freuten sich sichtlich und waren sehr glücklich, dass sich ein paar Weiße zu ihnen verirrten und ihnen Zeit schenkten. Mit Stolz hießen sie uns in ihrer neu gebauten Kirche willkommen. Eine bewegende Stunde mit Gesang, Gebeten und Wünschen füllten den Tag. Anschließend bekamen wir ein reichhaltiges Essen mit Büffelnieren, Schrimps und Reis. Alles noch etwas schärfer als im Kinderheim. Aber man hatte vorgesorgt und der helfende Joghurteimer machte die Runde.


Viele Fotos wurden geschossen, denn wir sahen auch jetzt schmuck aus mit unseren tollen Willkommens-Blumenketten. Alle Inder ob jung oder älter lieben es, fotografiert zu werden und dass man sich im Anschluss gleich auf der Kamera sehen kann, lässt sie kichern und die braunen Augen strahlen.


Überhaupt erleben wir immer wieder, so einfach und karg manche leben, ein strahlendes Lächeln zaubern sie doch alle hervor.
Zu diesem Dorf gibt es noch eine Geschichte, warum der Pastor Babu uns auch hinführte, aber diese an anderer Stelle.
Als wir zurück kamen, warteten schon die Kinder auf ihre Spielzeit mit uns. Wir hatten uns verspätet, da eine Fahrtstrecke 1,5h dauerte. Also schnell den Luftballonbeutel geöffnet und ein paar Spiele angeregt, bevor es dunkel wird. Das passiert hier leider schon gegen 18.00 Uhr.

Wir sind uns einig, von unseren vielen Sachspenden ein Paket zu schnüren, was noch ins Dorf gebracht werden soll.

Liebe sonnige Grüße
Birgit im Namen des Teams

Erste Eindrücke 2017

Hallo liebe Indienfreunde, das 11köpfige Team 2017 ist nach 32 stündiger Reise gut in Machilipatnam angekommen.

Sogar der indische Zoll machte dieses Jahr, das erste Mal, keine Probleme. Nicht einmal ein Gepäckstück von unseren 22 aufgegebenen Koffern fehlte. Die anschließende 6stündige Fahrt mit dem Kleinbuss begann mit dem abenteuerlichen Verstauen unseres Gepäcks. Also schnell noch eine Schnur gekauft, um die Koffer auf dem Dach fest zu binden. Aber mulmig wars uns schon. Bei einem Zwischenstopp gegen 20.30 Uhr, am Sonntag, dem 15.01.2017, wurden wir gleich wieder gnadenlos an die scharfe, wenn auch leckere, indische Küche herangeführt. Tränen in den Augen, rote Wangen und laufende Nasen waren die Zeichen für die Kellner noch mehr von den kleinen Joghurtschälchen zu bringen, um uns wahrlich zu „löschen“. Die Fahrt zum Kinderheim begann mit sehr guten Bedingungen auf der relativ neuen Autobahn. Je weiter wir in die ländliche Region kamen, umso mehr Armut konnten wir sehen. In Decken gehüllte schlafende Menschen am Straßenrand, verfallene Häuser, wirr herabhängende Stromleitungen, Müll und Kühe auf der Straße, denen unser Fahrer ausweichen musste.

Heute ist Montag, der 16. Januar und wir verbrachten den ersten Tag im Kinderheim mit Absprachen für die nächsten Tage, viel Zeit für die Kinder und Erkundungsrundgänge auf dem Gelände. Auf Initiative von Rahel sichteten und sortierten wir die 11 prall gefüllten Sachspendenkoffer. Tolles Ergebnis: je ein Koffer Buntstifte, Filzstifte, Bleistifte, zwei Koffer Kuscheltiere und jede Menge Spitzer, Radiergummi, Lineale Schreibblöcke, Fußbälle, Nagellack (welcher die Mädels glücklich macht), Haargummis, Luftballons, Matchboxautos und Lesebrillen.

Da das Bildungszentrum seit einem halben Jahr nun auch eine Bibliothek besitzt, hatten wir auch ein paar englisch sprachige Bücher im Gepäck, gesponsert von der Bücherei in Annaberg-Buchholz. Ansonsten geht es uns bei Temperaturen um 28°C echt gut und wir sind dankbar, dass wir als Team von allen hier herzlich willkommen geheißen wurden und aufmerksam umsorgt werden. Wir sind gespannt auf die nächsten Tage.

Jaqueline und Birgit