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Corona Hilferuf

Liebe Indienfreunde,

zur Zeit gibt es weltweit viele Einschränkungen und Schicksale rund um Corona. Viele von uns haben Sorgen, Ängste, Nöte und vermissen Ihre Liebsten.   

Trotzdem denken wir in diesen Tagen auch an unsere Brüder und Schwestern in Indien, an alle Kinder und Bewohner der Hilfseinrichtungen sowie die Bevölkerung. Denn die Krisensituation in Indien ist noch viel härter als hier.

Es gilt eine allgemeine Ausgangssperre und alle Baustellen und Märkte wurden geschlossen. Viele Tagelöhner hungern, weil sie nicht arbeiten können. Aus Verzweiflung machen sie sich zu Fuß (da keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren) – oft hunderte von Kilometern auf den Weg in Ihre Heimatdörfer.

Auch das Kinderheim hat die staatliche Restriktionen hart getroffen. Pastor Babu & David hatten für Atemmasken, Seife & Desinfektionsmittel gesorgt, doch das Waisenhause musste trotzdem geschlossen und alle Kinder „nach Hause“  – in ungewisse Umstände geschickt werden. Auch die Schule ist geschlossen.

Besonders hart trifft es das Home of Hope, die Dorfbewohner haben Angst, dass das Virus von den HIV-Infizierten übertragen wird (hier kommt fehlende Bildung und der Aberglaube zum Vorschein), sie wollen, dass alle Home of Hope Leute das Dorf verlassen und haben David mehrfach gedroht. David hat hart verhandelt und ihnen Seife und Schutzmasken versprochen – nun dürfen die HoH Bewohner vorerst bleiben.

Pastor Babu & David möchten vielen Menschen helfen und haben mir eine lange Liste an Dingen geschickt, die aktuell benötigt werden. Diese sollen möglichst schnell verteilt werden.

Es werden ca. 8000 € benötigt. Bitte ruft mit zum Spenden auf und schaut, was euch Gott aufs Herz legt zu geben.

Betreff: Corona Hilfe Indien

Konto: Verein Indienprojekt e.V.

Bank: Volksbank eG Gera – Jena – Rudolstadt
IBAN:
DE 04 8309 4454 0300 0175 09
BIC:
GENODEF1RUJ

Liebe Grüße und viel Gesundheit für Euch und eure Familien,

euer Christian

Reisebericht 05.02.2020

Reisebericht 05.02.2020

Weggehen ist immer ganz schön blöd….

… Ihr lieben Zuhausegebliebenen,
manchmal ist es kaum zu begreifen, wie schnell die Zeit hier rast und dann schon wieder der Tag kommt, an dem die braunen Knopfaugen traurig fragen, ob man zurück kommt.

Doch der Tag begann sehr entspannt, mit einer vom Pastor  veranlassten Ausruhzeit, in der wir die Koffer packen und uns für den Aufbruch rüsten konnten. Gegen elf Uhr besprachen vier unserer Teammitglieder mit unserem Gastgeber die Finanzen und besonders über die guten Investitionen* freuten wir uns.

Im Anschluss an dieses Gespräch gab es die Möglichkeit, mir der Frau die sich um das Gebetsteam kümmert zu reden und von ihr zu hören, was sie als Leiterin des Gebetsteams erlebt.

Wir genossen danach die letzte gemeinsame Spielzeit. Bereits jetzt machte sich eine emotionale Stimmung breit und der Hof wurde für das letzte Abendprogramm vorbereitet (mit Flutlichtstrahlern und einer riesigen Box zur besseren Beschallung!). An diesem Abend sangen wir noch einmal alle Lieder die die Kinder in- und auswendig konnten und übergaben ihnen die mitgebrachten/ in Indien dazu geshoppten Sachspenden und waren sehr glücklich über die zahlreichen, fröhlichen Kindergesichter.

So neigt sich unsere Zeit hier für 2020 dem Ende zu und wir sind sehr dankbar.

Eine detailliertere Aufzählung dessen, was geschehen ist, folgt.
Bis dahin erstmal liiiiebste Grüße nach Deutschland und bis bald,

eure Verreiser.

* Zu den Investitionen diesen in diesem Jahr zählten u.a.:
– Nähmaschinen für einen neuen Ausbildungsdurchlauf
– 1 Wasserbüffel
– Fahrgeld und Essen für das hiesige Gebetsteam
– Lehrergehälter
– Beachday & Schokoladenfondue für die Kinder
– Grundausstattung für die Witwen
– Wäschegerüst mit Leinen
– Volleyballnetz
– … (weitere Details folgen)