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Reisebericht 04.02.2019

Reisebericht 04.02.2019

Liebe Indienfreunde,

nach über einem Jahr Stille melden wir uns mal wieder.

Mit einem kleineren Team als gedacht (schrecklicherweise um 17% minimiert – durch Passprobleme) sind wir am Sonntagabend gut und erschöpft in unserem Zweitzuhause angekommen. Nach einem überaus herzlichen, blumenreichen und trommelwirbelnden Empfang bekamen wir ein fulminantes Abendbrot aufgetischt.

Der Abend war dann recht kurz, denn wir waren sehr geschafft von der Reise und den anfänglichen Strapazen. Es fühlt sich an wie zuhause – nur ohne Schnee, Frost und Scheißwetter. Liebe Grüße nach Hause. Auch wir haben nur 28°C im Schatten, eine laue Brise und Schatten.

Nun zu unserem ersten vollen Tag im Kinderheim…
Nach Frühstück und Lobpreiszeit auf dem Dach haben wir dann die Pläne für die folgenden Tage gemacht. Da die Pläne und die Umsetzung in Indien nicht immer deckungsgleich sind, haben wir beschlossen euch Tag für Tag Bericht zu erstatten. 

Am Nachmittag hatten wir noch eine gute Spielzeit mit den Kindern. Die Mädels wurden von der Schneiderin besucht, um ihre Punjabis und Saris angepasst zu bekommen – aufregend!

Nach einem kurzen Programm unsererseits beim Abendgottesdienst sitzen wir nun zufrieden im altbekannten Flur und staunen darüber, dass wir so gut versorgt sind.
Morgen gibt’s mehr…

Weihnachtsrundbrief 2018

Weihnachtsrundbrief 2018

Liebe Indienfreunde,

auch in diesem Jahr zog es uns wieder nach Indien, nach Machillipatnam! Und wir können auf eine sehr vielseitige Zeit zurückblicken. So wurden wir bereits an unserem Anreiseabend von Pastor Babu mit „WELCOME HOME“ – „WILLKOMMEN ZUHAUSE“ begrüsst und wir bekamen in der gesamten Zeit gezeigt, dass uns viel mehr verbindet, als „nur“ diese Reisezeit. Wir sind Geschwister und dadurch miteinander verbunden. Auch in diesem Jahr gab es für uns und für unsere indischen Freunde viele schöne Erlebnisse, die wir miteinander teilen durften.

FRIEDRICH-FRÖBEL-EDUCATION-CENTER

So genossen wir – wie auch in den Jahren davor – die Möglichkeit in der Schule (Friedrich-Fröbel-Education-Center) zu unterrichten. Julie und Sagar, das Schullleiterehepaar, ermöglichten uns in diesem Jahr wesentlich mehr Stunden, die wir gestalteten. Besonders schön zu sehen sind die Gesichter der Lehrerinnen und Lehrern, die währenddessen beobachten konnten und sich inspirieren ließen. Während eine Gruppe drinnen unterrichtete, widmete sich die andere Gruppe unserem diesjährigen Bauprojekt – ein Volleyballplatz vor der Schule. Innerhalb kürzester Zeit wurden weitere Mithelfer aus den umliegenden Häusern und Orten angeheuert und es war möglich am Ende unserer Zeit ein erstes Match auf diesem Platz zu spielen. 🙂

Eine Besonderheit unserer Zeit an der Schule war die Fußwaschung, die wir für die Lehrerinnen und Lehrer machten, um sie zu wertschätzen und es Jesus gleich zu tun. Gerade in einem solch dienenden, selbstlosen Beruf ist es wichtig, Ermutigung zu erfahren. Dabei staunten wir, wie sehr es auch uns bewegte. Ein finanzielles Anliegen für die Schule ist die Anbringung eines Löschwassersystems und einer Feuertreppe ander Außenseite der Fassade, welche die indischen Behörden fordern und die möglichst bald installiert werden müssen.

Als Abschluss unserer Zeit in der Schule wurde uns auch in diesem Jahr ein liebevolles Programm geboten, mit Tanzvorführungen und begeisterten Kindern, die aufgeregt um uns herum hüpften. 🙂 Herrlich.

ORPHANS-FAITH-HOME

Auch für das Miteinander der Kinder im Kinderheim gab es neue Vorgaben, die in diesem Jahr für einige Besonderheiten sorgten. So dürfen ab sofort die Jungs nicht mehr mit den Mädchen zusammen wohnen/essen/spielen und wir konnten keine gemeinsame Spielzeit im gewohnten Sinn anbieten. Diese neue Richtlinie empfanden wir als sehr schwierig umzusetzen, da die Jungs im Zweifelsfall in ihrem Zuhause (die Zimmer der Jungs befinden sich unterhalb der Kirche) blieben und nicht mit auf das Gelände des Kinderheims kamen. Es war für uns deutlich zu spüren, dass die Jungs beim Abendprogramm umso mehr unsere Nähe suchten und sofort zu uns rutschten, wenn wir uns in ihre Mitte setzten. Dies war besonders an dem Abend schön, an dem wir den JESUS-Film auf Telegu anschauten und gemeinsam mit den Kindern auf dem Boden der Kirche saßen.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Kinder jetzt mit frischer Milch der neuen Kühe versorgt werden, in die Pastor Babu investiert hat. Dafür befindet sich ein neugebauter Kuhstall im hinteren Part des Grundstücks. Diese Tiere werden rundum gut versorgt (von einer Familie, die mit auf dem Gelände wohnt) und ermöglichen eine nachhaltige Versorgung. In diesem Jahr wurde auch das erste Geld für den Bus übergeben. Die Problematik, dass der Bus noch immer kaputt ist (da Pastor Babu immer nach Dringlichkeit entscheiden muss, wie das Geld verteilt wird und die Kinder immer Vorrang haben), führte auch fast dazu, dass der Strandtag, den die Kinder so lieben, ausfiel. Glücklicherweise durften wir uns sehr dafür stark machen, in zwei Touren zu fahren. So konnte unser Beachday gerettet werden. Gott sei Dank!

HOME OF HOPE

Am Sonntag durften wir wieder die „Home of hope“ – Family auf dem Gelände des Kinderheims begrüssen und gemeinsam mit ihnen einen schönen Nachmittag verbringen. Die Besonderheit hierbei war ein Schokoladenfondue, welches wir aus Deutschland mitgebracht hatten und bei dem sich jeder Obststückchen in Schokolade tauchen durfte.

Die strahlenden Augen sind unvergesslich. 🙂

Auch durften wir in diesem Jahr für ein Grundstück beten, auf welchem das zukünftige Home of hope stehen wird. Gleich neben dem Dorf aus dem Pastor Babu stammt, liegt dieses fruchtbare und gute Land und besonders die Bereitschaft des Dorfes, den Bau des Home of Hope voranzubringen, ermöglicht neue Perspektiven. So soll es hier ein Gemeindezentrum für alle Einwohner des Dorfes und des „Home of hope“ geben. Wir freuen uns über jedes segnende

Gebet für dieses Fleckchen Erde und natürlich über Spenden, um diesen Traum zu ermöglichen.

WEITERE BESONDERHEITEN

Wir durften in diesem Jahr nach Rajamundri fahren, um uns ein ähnliches Projekt anzuschauen und uns inspirieren zu lassen. Sehr kostbar empfanden wir dabei die relativ lange Busfahrt, auf der wir uns sehr persönlich mit David unterhalten und dabei wieder mehr Einblick in die indische Kultur bekommen konnten. Dies erlebten wir auch bei der Hochzeit, an der wir während des Gottesdienstes am Sonntag teilhaben durften. Besonders die kulturellen Unterschiede fanden wir sehr interessant.

Ein sehr ernster Teil unserer Reise war ein Abend, an dem wir uns mit David und Pastor Babu Videos über die Christenverfolgung in Indien anschauten. Wir waren sehr geschockt, wie vielen Anfeindungen unsere Freunde ausgeliefert sind. Bitte betet weiter für unsere lieben Freunde, die so oft in viel schwierigeren Umständen leben und eben nicht solche Privilegien genießen, wie wir hier in Deutschland.

 

VEREINSGRÜNDUNG

Seit September 2018 dürfen wir uns über die Gründung des Vereins Indienprojekt e.V. freuen. Vieles bleibt wie gewohnt erhalten, manches wird sich ändern, zum Beispiel die Bankverbindung für unser Spendenkonto. Für eine Übergangszeit gelten beide. Mehr Informationen werden folgen.

Bitte schließt all diese Menschen in eure Gebete ein und habt vielen Dank für jeden Euro, jede Sachspende und jedes Mut machende Wort für dieses Projekt.

Seid herzlich gegrüsst und gesegnet – wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr.

2018 wurden durch Ihre Spenden + + +

und es soll weiter gehen!

  • Lehrergehälter bezahlt
  • Schulkleidung, -bücher und Arbeitshefte
  • Volleyballplatz gebaut
  • Grundstück für „Home of Hope“ gekauft
  • die tägliche Vorsorgung mit Grundnahrungsmitteln verbessert

Lavendelfest 2018

Lavendelfest 2018

Tombola für den guten Zweck

Am 3. Juliwochenende ging es wieder rund bei  alljährlichen Bad Blankenburger Lavendelfest. Mit dabei unser Infostand vom Indienprojekt. Danke für alle Besucher.