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Rundbrief Weihnachten 2019

Rundbrief Weihnachten 2019

Liebe Indienfreunde,

auch in diesem Jahr habt ihr an einigen Abenden die bewegenden Informationen unserer Indienreise mitbekommen. Nun neigt sich das Jahr dem Ende zu und wir wollen es nicht versäumen, euch etwas von den Freuden berichten, die wir in diesem Jahr erleben durften. 

In diesem Jahr war die große Besonderheit, dass wir nur mit 5 Menschen in Machillipatnam ankamen – tatsächlich waren wir mit 6 Leuten gestartet und mussten durch einen Visafehler ein Teammitglied zu Hause lassen. Und trotz des etwas turbulenten Starts war das „Hallo“ genauso herzlich und liebevoll, wie auch in den letzten Jahren. 

 

FRIEDRICH-FRÖBEL-EDUCATION-CENTER

Für uns war der diesjährige Schulbesuch eine große Überraschung!!! Neben den uns bekannten Strukturen/ Klassen / Orten waren wir wirklich verblüfft über die vielen neuen „Errungenschaften“. 

So durften wir in diesem Jahr die neuen Räume der Telegu-Medium-School einweihen. 

Diese neuen Räume werden für die Kinder genutzt, welche nicht in der Lage sind dem englischen Unterricht zu folgen. Gerade werden strengere Reglementierungen der Regierung eingeführt, die diese Trennung fordern. 

Zudem gab es einen Ausbau der englischsprachigen Schule (verbunden mit dem Abriss von alten Hütten, die im Weg standen) und ein neues Büro entstand (direkt neben dem Haupteingang, während unseres Aufenthalts). Besonders begeistert waren wir von den Tanzeinlagen der Kinder und den gebastelten Projekten (City, Schule).

Orphans-Faith-Home

Die Spielzeit – als Herzstück der Nachmittage – wurde in diesem Jahr wieder herrlich angenommen und freies Spiel / Spaß / Malen / Basteln / Puzzeln ließ uns schnell im Herzen der Kinder und die Kinder in unseren Herzen landen. Ein besonderer Höhepunkt (und mittlerweile Tradition) war der Beachday und sowie die beiden engagierten, mühevollen Trommeleinlagen (mit riiiiesigen Trommeln und tollem Tanzen), die extra für uns „tanzwütige“ Truppe aufgefahren wurden. Ein Genuss!! 

Home of Hope

Der Samstag wurde auf unserer Reise zu einem besonderen Erlebnis, denn neben den vielen tollen Dingen, die wir erleben durften, kamen die Bewohner des Home of Hopes uns einen ganzen Nachmittag lang besuchen. Für uns ist diese Zeit immer sehr kostbar und wir schätzten in diesem Jahr besonders die Gelegenheit, allen Kindern des OFH und den Lehrern der Schule ein großes Mittagessen (unter einer Zeltplane – auf dem Hof!) zu spendieren. 

Im Anschluss daran gab es Qualitätszeit mit den Menschen der HIV-Family. Es ist schön zu sehen das Vertrauen wächst und welch kostbarer Schatz es ist miteinander Zeit zu verbringen.

Das Highlight – das im letzten Jahr eingeführte und in diesem  Jahr wiederholte Schokoladenfondue. So bekam jedes Kind 2 Obststücke an einem Zahnstocher und genossen das süße Vergnügen.

 

Weitere Besonderheiten

Wir eröffneten ein Nähstübchen extra für junge Frauen, in dem ihnen eine Ausbildung ermöglicht wird. Des Weiteren durften wir für Familien der Gemeinde beten, die im direkten Umkreis wohnen.

Wir erlebten Tage im Waisenhaus und im „Home of hope“, welche die Lehrer, die Mitarbeiter, die Familie und uns tief bewegt haben und sind für all diesen Reichtum an Herzenszeit sehr dankbar. 

Zu Besuch in Deutschland 

Im September konnten wir unseren indischen Pastor sowie 2 der Leiter hier in Deutschland herzlich willkommen heißen. Sie waren in Bad Blankenburg, Königsee, Greiz und Dresden bei Teammitgliedern zu Gast und besuchten verschiedene Gemeinden, Schulen und soziale Einrichtungen. Diesmal war der Kulturschock auf der anderen Seite. Aber ihre leuchtenden Augen und die  intensiven Gespräche zeigten uns ihre Freude und ihr Staunen über alles was sie hier gesehen und erlebt haben. Auch das war nur durch eure Spenden möglich.

Vielen Dank für alle Unterstützung.

Herzlichst und verbunden mit Segensgrüßen, 

das Indienteam 2019. 

 

2019 wurden durch Ihre Spenden + + +

und es soll weiter gehen!

  • 2 Wasserbüffel (2.600€)
  • Nähprojekt (1.350€) sowie 2 Nähmaschinen (180€)
  • Neuer Bürokomplex an der Schule (2.900€)
  • Abriss der alten Hütten für den Neubau des Büros (500€)
  • Neuer Wassertank (1.250€)
  • Lehrergehälter bezahlt
  • Schulkleidung, -bücher und Arbeitshefte

Reisebericht 09.02.2019

Reisebericht 09.02.2019

Heute war ein äußerst ereignisreicher Tag. Der Vormittag begann mit der Einweihung einer Nähstube (inklusive mannshohem Plakat des Spenders). Mit der Anschubfinanzierung können fünf Näherinnen in einem Jahr soweit ausgebildet werden, dass sie danach davon leben können. Zur Spende gehörte auch, dass sie die Nähmaschinen nacheinem Jahr Ausbildung mit nach Hause nehmen dürfen. Im Anschluss daran fuhren wir in die Schule – um fünf neue Klassenräume einzuweihen und zu segnen.

Danach begutachteten wir das fast fertige Büro – bisher noch ohne Glasfenster. Als wir danach zurück zum Kinderheim kamen, saß eine von HIV betroffene Familie schon im Hof und wartete voller Begeisterung auf uns. Für die Kinder aus dem Kinderheim, die Mitarbeiter, die Lehrer und unsere Besucher wurde bereits am Vormittag ein großes Zelt aufgespannt, unter welchem wir alle gemeinsam ein besonderes Mittagessen genießen (und feiern) durften. 

Für die Kinder war es ein Höhepunkt, dass es Fleisch und Eis gab. Für die an Aids erkrankte Familie haben wir zusätzlich noch ein Schokoladenfondue angerichtet. Und mit ihnen die Gemeinschaft beim Nägel lackieren, Papier prickeln und Henna malen genossen.

Die Familie (33 Personen) wurde mit zwei Tuk-Tuks abgeholt und nach Hause gebracht. Dieser Anblick hat uns sehr erstaunt, doch die Familienmitglieder haben herzlich über unsere Reaktion gelacht.

Anschließend folgte nahtlos die Spielzeit und dann war es schon fast wieder Zeit für das Abendprogramm in der Kirche, bei welchen die Mädels und Jungs uns mit farbenfrohen Tänzen beeindruckten. Danach haben 60% unseres Teams völlig losgelöst mitgetanzt.

Dieser Tag war für uns bis jetzt der Höhepunkt. So fühlt es sich an, wie am richtigen Platz zu sein. Morgen mehr.

 

Reisebericht vom 08.02.2019

Reisebericht vom 08.02.2019

Heute haben wir endlich den von den Kindern lang ersehnten Beachday erlebt. Am späten Vormittag (12 Uhr) fuhren wir endlich mit zwei Bussen los. Bereits auf der Hinfahrt waren die Kinder total happy und ausgelassen, sie sangen Lieder und kreischten ohrenbetäubend. Ein startendes Düsenflugzeug wäre leiser gewesen. 😉

Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir am Strand an und die Mädchen und Jungen gingen getrennt voneinander in ihrer kompletten Kleidung ins Wasser. Da die Kinder alle nicht schwimmen können, bildeten einige ältere Kinder eine Kette im relativ flachen Wasser und passten auf die Kleineren auf. Sie sprangen und tobten und kreischten ausgelassen herum und waren total glücklich. Und wir mit ihnen.

Nachdem sie genug herumgeplanscht hatten, gab es für alle Kinder ein Eis und ein besonderes Mittagessen (welches wir im Bus transportiert hatten und mit ausgeben durften).
Erschöpft aber glücklich fuhren wir gegen vier wieder nach Hause zurück.

Wir Teammitglieder hatten danach ein kurzes Zeitfenster, um noch ein paar Einkäufe zu erledigen. Das Abendprogramm mit drei Liedern und einem Anspiel von David und Goliath beendeten den gemeinsamen Tag. Glücklich erschossen ließen wir den Abend ausklingen. Liebe Grüße an all unsere Lieben. Bis morgen

Reisebericht vom 07.02.2019

Reisebericht vom 07.02.2019

Heute wurden wir mal von einem warmen und sonnigen Morgen überrascht. Nach unserer täglichen Andacht stand ein längerer (sitzender) Schulbesuch auf dem Programm.

Zuerst erlebten wir eine etwas holprige Präsentation der sogenannten interaktiven Schultafel. Nach unserem Dafürhalten ist es gerade der dritte vor dem zweiten Schritt und etwas zu interaktiv für unseren Geschmack. 

Doch wir waren getröstet davon, dass nicht nur wir, sondern auch die Verkäufer der Tafel sich nicht so gut mit Technik auskannten (und die Präsentation auch bis zum Ende nicht richtig lief).

Nachdem wir in der Schule gegessen hatten, erlebten wir mehrere farbenfrohe und temperamentvolle Tanzeinlagen. Anschließend wurden wir wieder ins Kinderheim gefahren und konnten die vertraute und heißgeliebte Spielzeit genießen.

Besonders schön ist es für uns, dass wir mit den einzelnen Familienmitgliedern jede Menge Spaß haben, Witze erzählen und es ein gutes Miteinander ist. Heute durften wir abends ein Geburtstagskind beglückwünschen und hochleben lassen (das haben sich die Kinder in gebrochenem Deutsch: „Hocha solla se leve – please sister“ gewünscht à Hoch soll er leben, dreimal hoch.) Zum Dank dafür bekamen wir zuckersüße, bunte und gehaltvolle Torte in den Mund gefüttert.

Es ist wirklich wie Zuhause. Immer mehr. Tag für Tag. Morgen geht’s weiter….